Letztens habe ich den Vortrag eines Kollegen gehört, der die Meinung vertritt, dass es für kleine und mittelständische Betriebe besser sein sollte, anstelle von traditionellem Marketing und Vertrieb in Social Media Content Artikel und Videos zu veröffentlichen. Dann würden Kunden diesen Content schon irgendwie finden, sich von alleine melden und würden zu Kunden werden. 

Nach dem Vortrag bin ich gefragt worden „wie ist denn deine Erfahrung: Kann man das machen?“

Nach dem Vortrag bin ich gefragt worden „wie ist denn deine Erfahrung: Kann man das machen?“ 

Ja, machen kann man das schon, die Frage ist: Ist das sinnvoll? Für wen ist das sinnvoll? Ist das in jedem Fall sinnvoll?

Schauen Sie: Meiner Erfahrung nach ist es so, dass kleine und mittelständische Betriebe überhaupt gar nicht die Zeit haben, um entsprechend Content für Social Media zu publizieren. 

Zum einen haben sie keine Zeit, darauf zu warten, dass wirklich Kunden diesen Content finden und durch den Content angezogen werden. Die meisten Unternehmen brauchen sofort mehr Umsatz und brauchen sofort Cash Flow in der Firma. 

Zweitens wird es oftmals einfach schlicht und ergreifend unterschätzt, wie lange es dauert, bis dieser Content wirklich wahrgenommen wird, und bis das zu einem Selbstläufer wird. 

Da vergeht gut und gerne schon einmal ein Dreivierteljahr oder auch ein Jahr. Und die meisten Unternehmen brauchen einfach sehr viel früher und sehr viel regelmäßiger Neukunden und mehr Umsatz. 

Ein weiterer Gedanke: Selbst, wenn Sie genug Content draußen haben, und selbst, wenn Interessenten diesen Content finden, bei Ihnen anrufen, sich melden, E-Mail schreiben, oder wie auch immer sie sich melden sollen, müssen Sie am Ende des Tages diesem Kunden immer noch Ihr Produkt und Ihre Leistung verkaufen. 

Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie, obwohl Sie die besseren Produkte oder Leistungen haben, einen Kunden an einen Mitbewerber verloren haben, obwohl Sie ganz genau wissen, dass Sie der bessere Partner für den Kunden sind? Ja?

Schauen Sie: Letztendlich müssen Sie dem Kunden Ihre Dienstleistung und Ihre Produkte verkaufen. Es gibt doch nicht zu wenig Angebote da draußen. 

Unter dem Strich sind die meisten Dienstleistungen und Produkte vergleichbar und austauschbar. Natürlich, das eine hat ein bisschen mehr Vorteile hier, das andere ein bisschen mehr Vorteile da. 

Aber unter dem Strich können Kunden mit jedem entsprechenden Produkt oder Dienstleistung ihren Bedarf decken, und das machen, was sie damit machen wollen.

Folgendes müssen Sie dem zukünftigen Kunden erklären: Warum soll der Kunde mit Ihnen Geschäfte machen anstelle aller anderen Möglichkeiten, die er hat, inklusive der Möglichkeit, überhaupt gar nichts zu tun? Da, genau an dieser Stelle, ist verkaufen angesagt. 

Da ist eine Möglichkeit gefragt, mit einem Kunden so zu kommunizieren, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er einfach „Ja.“ sagt. Schlicht und ergreifend “verkaufen” halt.

Letztendlich kaufen Kunden bei anderen Menschen, die in der Lage sind, Aufträge abzuschließen.

Deswegen: Wenn Sie Neukunden brauchen, wenn Sie Umsatz brauchen, wenn Sie schnell Umsatz brauchen, wenn Sie schnell Cash Flow in Ihrer Firma brauchen, dann müssen Sie verkaufen lernen. 

Es geht dabei übrigens nicht um Hochdruckvertrieb, es geht nicht darum, Kunden über den Tisch zu ziehen, es geht nicht um Klinkenputzen. 

Es geht einfach darum: Wenn Sie Produkte haben, von denen Sie überzeugt sind, die Ihren Kunden wirklich weiterbringen, und Sie diesem Kunden Ihre Produkte nicht verkaufen können, dann ist das unterlassene Hilfeleistung.

Dann lassen Sie ihn Produkte oder Dienstleistungen von Ihrem Mitbewerber kaufen, die ihm nicht so viel bringen, wie die Produkte, die Sie haben. Das dürfen Sie Ihren Kunden doch nicht antun.

 Deswegen ist es meiner Meinung für kleine und mittelständische Betriebe sehr viel sinnvoller, ihr Marketing so aufzusetzen, dass Sie unter allen potentiellen Interessenten, die Sie haben, diejenigen herausfinden, die für Sie in Frage kommen, und diese dann aktiv in ihrem weiteren Vertriebsprozeß angehen, daraus Leads gewinnen, und mit diesen Leads so zu kommunizieren, dass sie Ihre Produkte und Dienstleistungen kaufen. 

Dazu müssen Sie nicht ein halbes Jahr oder ein Jahr warten, bis irgendwelche Interessenten möglicherweise Ihren Content auf Social Media finden. Selbstverständlich kann in diesem Marketingprozess auch Social Media eine Rolle spielen, das ist nicht die Frage. Aber nur als ein bewußt eingesetztes Teil Ihres Marketing- und Verkaufsprozesses. Aber eben nur ein Teil. Möglichst ein kleiner Teil.

Denn erst Content zu publizieren, wenn Sie Umsatz brauchen und dann darauf zu warten, dass möglicherweise Interessenten freiwillig durch Social Media Content zu Ihnen kommen, ist meiner Meinung nach wie Pokerspielen.

Das ist ein riskantes Spiel, denn Sie investieren sehr viel Zeit, ohne zu wissen, welche Ergebnisse Sie wirklich mit dieser Methode produzieren. Das können sich die meisten Kleinunternehmer überhaupt nicht leisten, und auch für viele mittelständische Betriebe ist das keine Option.

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